die chancen der neuen normalität

Nach der Pandemie sollten Unternehmen das Momentum in der digitalen Transformation nutzen

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Arbeiten im Home Office, Kultur im Stream, Besorgungen im Internet: Während des Lockdowns haben viele Menschen erlebt, was digital alles möglich ist – aber auch, was noch fehlt und was besser werden muss. Was heißt dies für Unternehmen und was können sie daraus für ihre digitale Transformation lernen? Dazu habe ich zwei Thesen.

These 1: Digitales Erlebnis verbessern


Digitale Erlebnisse und ihre Qualität sind künftig noch viel wichtiger. Das gilt im beruflichen wie im privaten Kontext. Nutzer*innen und Kund*innen sind nicht bereit, sich mit weniger zufrieden zu geben als sie es schon einmal positiv erlebt haben. Die Messlatte für digitale Erlebnisse legen sie damit immer wieder ein Stückchen höher.

Um diese Latte der Erwartungshaltung zu überspringen, müssen Unternehmen noch stärker als bisher aus der Perspektive von Nutzer*innen und Kund*innen denken und handeln – sei es bei Produkten und Services oder in der Kommunikation. Das setzt Empathie voraus, aber auch eine klare Strategie und gute Methoden.

These 2: Digitale Kultur entwickeln


Viele Mitarbeiter*innen und auch Führungskräfte haben in den vergangenen Monaten (erstmals) erlebt, dass sie nicht (immer) im Büro sein müssen, um Aufgaben zu erledigen. Und dass auch Teams remote gut zusammenarbeiten können, wenn sie für sich gute Lösungen und Regeln finden. (Und wenn sie nicht parallel Bildung und Betreuung ihrer Kinder in Eigenregie sicherstellen müssen.)

Natürlich wurde in diesen Zeiten vieles mit heißer Nadel gestrickt und es ging vorrangig um Tools und Technik. Das hat erstaunlich gut und schnell funktioniert, aber es ist nur ein kleiner Baustein auf dem Weg zur digitalen Kultur von Unternehmen. 

Es geht dabei nicht um die tageweise Option von Home Office, sondern um Flexibilität: Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensarbeitsort spielen eine Rolle, aber auch Fragen der agilen und interdiszplinären Zusammenarbeit genauso wie die Rolle und das Selbstverständnis von Führungskräften.

Digitale Transformation ist mehr als nur die Einführung neuer Software und die schlichte Digitalisierung analoger Prozesse. Sie schafft ein Bewusstsein und eine Kultur, in der Innovation und die Orientierung an den Bedürfnissen von Nutzer*innen und Kund*innen erst möglich werden. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen ihren aktuellen digitalen Reifegrad kennen.

Fazit: Das Momentum nutzen

Ich bin fest davon überzeugt, dass für Unternehmen jetzt der richtige Zeitpunkt ist, ihre digitale Transformation zu gestalten. Sie sollten das Momentum nach dem Lockdown nutzen, ihren digitalen Reifegrad reflektieren und dann zielgerichtet die nächsten Schritte planen. Nutzer*innen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen werden es ihnen danken. 


Dieser Beitrag ist eine längere Fassung des #ExpertStatements, das am 18. Juni als Video bei Nimirum erschien.

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Veröffentlicht am 18.06.20