die wirtschaft hat das nachsehen

Coronavirus: Bei Fachmessen und Bundesligaspielen messen Behörden bisher mit zweierlei Maß

Screenshot der Website der Messe CMCX, auf der die Absage wegen des Coronavirus verkündet wird.

Fachmessen und Ausstellungen mit weniger Besuchern als ein Bundesligaspiel werden reihenweise abgesagt, während diese wie gewohnt stattfinden. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die vielfach auf diese Branchentreffpunkte angewiesen sind, trifft das hart.

Überträgt man die Anforderungen, die Behörden den Messeveranstaltern machen, auf den Sport, dann ginge an diesem Wochenende kaum ein Bundesligaspiel wie gewohnt über die Bühne – wenn überhaupt.

Denn jede(r), die/der daran in einer beruflichen oder ehrenamtlichen Funktion beteiligt wäre, müsste bei Betreten des Stadions einen amtsärztlichen Nachweis vorlegen, der nicht älter als einen Tag ist, wonach sie/er negativ auf SARS-CoV-19 getestet wurde.

Jede(r) Zuschauer*in müsste bei Betreten des Stadions zweifelsfrei nachweisen, dass sie/er sich innerhalb von 14 Tagen nicht in einer vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Region aufgehalten hat. Bei 30.000 bis 80.000 Menschen würde dies Stunden dauern.

Ich maße mir nicht an zu beurteilen, ob das eine übervorsichtig und das andere unverantwortlich ist. Aber ich stelle die Frage, warum durchaus sehr ähnliche Sachverhalte in der Bewertung so verschiedenen Maßstäben unterliegen.

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(Foto: Screenshot
cmcx.com)

Veröffentlicht am 07.03.20